Ein kleines Dorf bin ich, das fest auf vogtländischen Grund und Boden aus Lehm, Schiefer und Grauwackengestein steht. Als typisches Waldhufendorf wurde ich planvoll und mit Bedacht angelegt.

Über meine Gründung weiß ich zwar nichts Genaues. Aber wer kann sich schon an seine Geburt erinner?

 

Vermutlich dürfte sie Mitte des 13. Jhd. von mainfränkischen Siedlern im Auftrag der Elsterberger „Lobdeburger“ erfolgt sein.

 

Ich danke meinen Schöpfern, dass sie für mich ein solch herrliches Stück der vogtländischen Landschaft ausgesuchten haben, mich schön formten und wohl proportionierten sowie ganz praktisch in das Gelände einordneten. Wie gekonnt ich bereits von meinen Gründern vor mehr als 650 Jahren angelegt wurde, ist erstaunlich. In einer gegliederten Landschaft von sich vereinigenden Tälern bin ich eingebettet. Entlang eines kleinen Tales breite ich mich aus, das mein Dorfbach über ewig lange Zeit in süd-nördlicher Richtung für mich gegraben hat. Nicht weit von mir mündet er in den Triebitzbach, der seinerseits der Weißen Elster zu strebt.

 

Leicht erhöht und zurückgesetzt von Bach und Talaue stehen in respektvollem Abstand die Bauerngehöfte. Es sind meistens Vierseitenhöfe. Davor zum Dorf hin liegen die Hausgärten. Einige Häuser ziehen sich locker angeordnet an den Dorfstraßen entlang. Etwa in meiner Mitte steht die Kirche, die vom Friedhof umgeben ist. Der Friedhof ist von einer aus Bruchsteinen bestehenden Trockenmauer eingefasst, die mit Schiefer gedeckt ist. Insgesamt habe ich eine geschlossene Siedlungsstruktur mit kaum Streuung. Nur 3 Anwesen liegen außerhalb des geschlossenen Siedlungsgebietes.

 

Jeder Bauernhof hat seinen eigenen Feldweg, der die streifenförmige Flur in ganzer Länge begleitet. Ganz regelmäßig folgen nacheinander Felder, Wiesen und Wälder. In der Dorfaue besaß ehemals jedes Bauerngut einen Dorfteich. Heute sind leider nur noch wenige erhalten. Auch waren in der Flur weitere Wiesenteiche angelegt.

 

Meinen schönsten Anblick zeige ich von der „Höh“ im Süden nahe meiner Flurgrenze zu Syrau. Von dort kann man meine Landschaft und Umgebung weit überblicken. Mich sieht man so langsam in mein kleines Tal eintauchen, das direkt unterhalb der „Höh“ seinen Ursprung hat. Nach Westen ist der Horizont von hier scheinbar nah. Oberhalb von Frotschau tritt die Horizontlinie klar hervor ehe sie vom bewaldeten Schiefer unregelmäßig gezeichnet wird. Daran anschließend entfernt sich der Horizont immer weiter. Man blickt auf eine scheinbare Hochebene bis zum Rand des Pöllwitzer Waldes, der entfernt den Horizont bildet. Kaum sichtbar liegen dazwischen mehrere Täler. Davor schaut man über Fröbersgrün hinweg in das Triebitzbachtal, auch als Höllental bezeichnet. Die linke Talseite bilden zwei markante bewaldete Kuppen in der Nähe von Eubenberg. Auf der rechten Talseite wölbt sich der teilweise bewaldete Höhenzug von Cunsdorf und Schönbach hervor. Dazwischen auf der Höhe liegt Hohndorf mit seinem weithin sichtbaren Kirchturm. Weiter entfernt dahinter verläuft die Horizontlinie bei den Höhen um Obergrochlitz, Pohlitz und Irchwitz in der Nähe von Greiz.

 

Blickt man von der „Höh“ in östliche und südöstliche Richtung, bietet sich ein grandioses weites Panorama, das bis zu den Höhen des westlichen Erzgebirges und des oberen Vogtlandes reicht. Kommst du von Osten auf mich zu, bin ich fast in ganzer Länge vor dem Hintergrund des bewaldeten Schiefers zu bewundern. Im oberen Teil heben sich die Häuser gut sichtbar vom allmählich werdenden Tal ab, doch so nach und nach tauche ich immer tiefer darin ein.

 


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